Hauptversammlung 2014

Die diesjährige Hauptversammlung stand ganz im Zeichen des 150 jährigen Geburtstag der Feuerwehr Bönnigheim.

"Seit 150 Jahren geht es darum, denen zu helfen, die in Not geraten sind. Und das tun wir Männer im Feuerwehrdienst mit großem Einsatz und Stolz." Das erklärte Kommandant Jürgen Joos jetzt bei der Hauptversammlung der Bönnigheimer Feuerwehr. Der aktive Feuerwehrdienst wurde und werde gelebt, die Einsatzbereitschaft durch Aus- und Fortbildung aufrechterhalten - von der Einsatzabteilung, unterteilt in drei Löschzügen, über den Musikzug, die Jugendfeuerwehr und die Altersabteilung.

Im Jubiläumsjahr sind folgende Höhepunkte geplant: Am 15. März findet in der Sporthalle ein Festakt für geladene Gäste statt, am 21. März folgt die Kreisverbandsversammlung. Das Festwochenende im großen Zelt findet von 3. bis 5. Mai auf dem Festplatz beim Freibad statt. Auf dem Feuerwehrgelände ist schließlich am 28. Juni noch eine Leistungszeichenabnahme geplant.

Für das Festjahr gut gerüstet zeigten sich die Feuerwehrleute. Bei 27 Einsätzen im vergangenen Jahr, bei denen 1.008 Einsatzstunden geleistet wurden, seien sie immer innerhalb der geforderten Zeit am Einsatzort gewesen, hätten erfolgreiche Arbeit verrichtet und seien gesund wieder zurückgekehrt, sagte Joos in seinem Jahresbericht. Er dankte der Stadt für ihre Unterstützung: Mit Gerätewart Mike Etzel, der hauptamtlich zwölf Wochenstunden die Wartung der sensiblen und komplizierten Technik versehe, sei die Arbeit der Ehrenamtlichen machbarer geworden. Der einstimmige Beschluss des Gemeinderats am Tag zuvor, das seit 1976 in Dienst befindliche Feuerwehrfahrzeug im nächsten Jahr durch ein zeitgemäßes Fahrzeug zu ersetzen, sei ein deutliches Zeichen, dass der Rat hinter der Feuerwehr stehe.

Nur einen Einsatz weniger als die Aktiven hatte der Musikzug, berichtete Thomas Weiß, und Jugendwart Klaus Schweiher ist sehr zufrieden mit den 20 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr. Karl-Heinz Niederberger lobte den Zusammenhalt der Altersfeuerwehr, und Stefan Trefz hoffte mit einem Augenzwinkern, dass der Sportabteilung bei ihrem Training in der sanierungsbedürftigen Wiesentalhalle nicht der Himmel auf den Kopf fällt. Kassierer Martin Waibler hatte auch bei seinem zehnten und letzten Kassenbericht schwarze Zahlen zu vermelden.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Helmut Wibel nannte die Bönnigheimer Wehr ein "Aushängeschild" und ernannte Bönnigheim zur "Feuerwehrhauptstadt 2014 im Kreis Ludwigsburg". Uwe Lehmann, neuer Kommandant in der Partnerstadt Neukirch, war ebenfalls mit einer Delegation und Neuigkeiten aus Sachsen anwesend. Heiner Ziegler vom örtlichen Polizeiposten löste schließlich das Rätsel um die Brandursache in der Produktionshalle der Firma Lutz im vergangenen Oktober: Die Ermittler haben einen technischen Defekt an einer Dreifachsteckdose ausgemacht.

Mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet wurde der ehemalige Hohensteiner Kommandant Wolfgang Händel. Bürgermeister Kornelius Bamberger überbrachte die Urkunde und den dazugehörigen Stadtwein für den Oberbrandmeister, der sich nach 31 Jahren in die Altersfeuerwehr zurück zieht. Seine Kameraden hatten ebenfalls ein "Abschiedsgeschenk": einen roten Feuerwehr-Ski mit integriertem Blaulicht und einen Gutschein für eine Ski-Ausfahrt. Für Michael Ochs, der seit 25 Jahren in der Feuerwehr aktiv ist, hatte Helmut Wibel eine von Innenminister Reinhold Gall unterzeichnete Urkunde und das Ehrenzeichen in Silber im Gepäck. Für ihn gab es von den Kameraden ein HSV-T-Shirt.

(Pressebericht/Bild: Bietigheimer Zeitung)