Festakt zum Beginn des Jubiläumsjahres

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Große Worte für gute Taten: Mit einem gelungenen Festakt startete die Freiwillige Feuerwehr Bönnigheim in ihr 150. Jubiläumsjahr und durfte sich dabei auch mal so richtig loben lassen.

Dass sich die Männer um Kommandant Jürgen Joos eineinhalb Jahre lang auf das Großereignis vorbereitet haben, war zu sehen: Beim Festakt zum 150-jährigen Jubiläum der Feuerwehr hatte sich die große Sporthalle in eine Festhalle verwandelt, die rund 250 Ehrengäste saßen an hübsch dekorierten Tischen. Als der Countdown begann, stieg die Spannung. Ein spritzig gemachter Imagefilm, untermalt mit Musik, stimmte auf das Ereignis ein. Mit Musik ging es weiter: Der 2011 ins Leben gerufene Musikzug, die "Backdraft Pipes and Drums", marschierten ein. Erstaunliches gelingt den zehn Musikern inzwischen auf ihren Dudelsäcken.

Dann machte Kommandant Jürgen Joos gleich noch Appetit auf alles, was in diesem Jahr noch folgt: Die Verbandsversammlung, die Ausstellung "Wasser marsch" im Steinhaus, das große Festwochenende mit Umzug und Zapfenstreich von 3. bis 5. Mai, die Leistungsabzeichen-Abnahme und das Musikzugfest. Bereits fertiggestellt ist die knapp 100 Seiten umfassende Festschrift mit der Chronik und der Vorstellung der 79-köpfigen Einsatzabteilung, des Musikzugs, der Jugendfeuerwehr und der Altersabteilung. Bilder von der Kameradschaftspflege, von Einsätzen und Übungen bieten einen guten Einblick in die Feuerwehrfamilie.

"Die Freiwillige Feuerwehr Bönnigheim wurde am 8. Juli 1864 gegründet. Die Ausrüstung bestand damals aus Gerätschaftswagen, verschiedenen Spritzen, Schläuchen, Butten, Schapfen, Leitern, Sprungtüchern und allerlei Handwerkszeug", berichtete Joos. 1887 gehörten der Feuerwehr acht Züge aus 185 Bürgern an. 1907 wurde das erste Magazin gebaut, 1925 kam die erste Sirene aufs Rathausdach. Der stille Alarm wurde 1964 eingeführt. Das erste Löschfahrzeug wurde 1952 angeschafft. Mit der Gemeindereform 1972 bekam die Feuerwehr drei Abteilungen: Bönnigheim, Hofen und Hohenstein.

Am 1. November 2010 bezog die Feuerwehr ihr neues Haus in der Kirchheimer Straße. "Aus der Feuerwehr mit drei Abteilungen ist eine Feuerwehr geworden", resümierte Joos. "Der Zusammenschluss hat uns schlagfertig gemacht." Dynamisch und mit großer Motivation sei die Feuerwehr immer da, wo Hilfe benötigt werde. "Wichtig ist das Gerät, aber noch wichtiger ist die Hand, die das Gerät bedient. Und am wichtigsten ist der Geist, der die Hand führt", sagte Kreisbrandmeister Andy Dorroch. Mit diesem Bild lobte er die funktionierende Kameradschaft, die Verlässlichkeit, die unabdingbar sei, und das Miteinander für die Gesellschaft: "Das ist ehrenamtliche Arbeit, aus Stolz und mit Leidenschaft. Eine Leidenschaft, die Leiden abschafft", rief er allen zu.

"Wir wissen, was wir an Ihnen haben, liebe Feuerwehrmänner, wenn Sie vom Fleck weg losspurten, um alle möglichen Hilfeleistungen zu erbringen, vom Brand über die Bergung von Unfallopfern bis hin zur Entsorgung von gefährlichen Substanzen", ergänzte Bürgermeister Kornelius Bamberger. Bönnigheim stehe hinter seiner Feuerwehr, die seit 150 Jahren für Sicherheit im Ort sorge, und unterstütze sie ohne Murren auch finanziell so gut es gehe.

Über den Wandel der Aufgaben und die Nachwuchswerbung machte sich Martin Schäffer, der stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands Gedanken. Die Bönnigheimer seien da vorbildlich. Stilvoll ging der Festakt danach in die nächste Runde: Dem Essen vom Buffet, das vom Jubiläumswein, einem trockenen Lemberger begleitet wurde, folgte Kabarettist Alois Gscheidle, der mit Spielwitz und seiner schwäbischen Schwertgosch jeden zum Lachen brachte.

 

Der Spielmannszug der Bönnigheimer Feuerwehr, die "Backdraft Pipes and Drums", marschiert beim Festakt in die Bönnigheimer Sporthalle ein. Für die Arbeit der Feuerwehr gab es Lob von vielen Seiten. Foto: Birgit Riecker

 

Pressebericht und Bilder: Quelle Südwest Presse

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