eiko_icon eiko_list_icon Hauptübung am Schlosspark


Einsatzkategorie: Übungseinsatz
Einsatzart: Brandeinsatz
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Einsatzort Details:

Am Schlosspark 2-6, Bönnigheim
Datum: 28.09.2015
Alarmierungszeit: 18:00 Uhr
Einsatzbeginn: 18:02 Uhr
Einsatzende: 20:00 Uhr
Einsatzdauer: 2 Std. 0 Min.
Alarmierungsart: Melder
eingesetzte Kräfte :

Feuerwehr Bönnigheim
DRK Bönnigheim
    Feuerwehr Besigheim
      Fahrzeugaufgebot   Löschgruppenfahrzeug 16/12  Löschgruppenfahrzeug 8/6 - 1  Löschgruppenfahrzeug 8/6 - 2  Tanklöschfahrzeug 16/25  Mannschaftstransportwagen
      Brandeinsatz

      Einsatzbericht :

      Bei der Feuerwehr-Hauptübung am Samstag probten rund 40 Einsatzkräfte den Ernstfall am Schlosspark in Bönnigheim: Sie retteten Senioren aus den Gebäuden für betreutes Wohnen, wo ein Rauchmelder Alarm ausgelöst hatte.

      Der Bönnigheimer Feuerwehr-Kommandant Jürgen Joos erklärte vorab das Szenario der Hauptübung, das am Samstag rund 60 Zuschauer interessiert verfolgten. Ein Bewohner habe mit einer Zigarette den Rauchmelder ausgelöst, der gleich in drei Gebäuden, auch im Cafe an der Hauptstraße, einen Sirenenton erzeugte und bei der integrierten Leitstelle in Ludwigsburg elektronisch gemeldet wurde.

       

      Unklar sei für die Einsatzkräfte, wie viele Leute da sind, ob es Verletzte gibt und wie es in der Tiefgarage und den Funktionsräumen aussieht, so der Kommandant weiter. Erschwert werde die Rettungsübung zum einen durch die Tiefgarage und die damit verbundenen langen Wege. Aber auch dadurch, dass es im Gebäude Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Menschen geben könnte, die sich nicht selbst in Sicherheit bringen können. Auch für die Bewohner sei die Übung wichtig, sagte der Kommandant im Vorfeld. "Sie erfahren, was sie machen müssen, wenn ein Alarm kommt."

       

      Was passiert, wenn man sich in einem der Gebäude oder auf der Cafe-Toilette eine Zigarette anzündet, wurde bald deutlich. Joos löste mit einem halben Glimmstengel den Alarm in der Leitstelle aus, und die Kräfte wurden alarmiert. In vier Minuten war das erste Bönnigheimer Löschfahrzeug bereits da, nach acht Minuten die Drehleiter mit vier Kräften aus Besigheim sowie der Rettungsdienst. Einsatzleiter Jürgen Häcker baute vor Ort die Leitung auf und sammelte die nötigen Informationen von der Heimleiterin.

       

      Aus einem Gebäude wurde ein 82-jähriger Bewohner mit der Drehleiter gerettet, anschließend erfolgte von hoch oben ein Löschangriff. An einem anderen der drei Gebäude ging man mit Atemschutz ins Innere, überwacht vom Zeitmesser, der für die Sicherheit der Feuerwehrleute sorgt. 30 Minuten halte eine Sauerstoffflasche im Normalfall, erklärte der Feuerwehrmann, bei vielen Treppen und hoher Belastung könne es auch weniger sein. An der elektronischen Kontrolltafel überwachte er die Zeit der Einsatzkräfte und notierte den Druck der Sauerstoffflaschen. Gleichzeitig blies ein Ventilator Luft ins Gebäude, um den Rauch zu vermindern und die Sicht zu verbessern. Ein Verletzter wurde an den Rettungsdienst übergeben, ein weiterer wurde aus der Tiefgarage getragen.

      Nach rund 40 Minuten kam es zur Schlussbesprechung der Einsatzleitung. Anschließend wurde die Übung für beendet erklärt und die Feuerwehrmänner ins Wochenende entlassen, hoffentlich ohne einen echten Einsatz.

       

      (Quelle: Text und Bilder - Bietigheimer Zeitung / Foto: Uwe Deecke)